Für Rauch- Kallat: "Ablenkungsversuch"

28. August 2001, 17:14
6 Postings

ÖVP-Generalsekretärin kritisiert Fragenkatalog - FPÖ-Böhacker: Fragen über "Gagenskandal" fehlen

Wien - Als "Versuch einer Ablenkung von der eigenen Misere" sieht ÖVP-Generalsekretärin Maria Rauch-Kallat die Fragen bei der ÖGB-Urabstimmung Ende September. Der Fragenkatalog enthalte keine einzige jener Fragen, die sich die Gewerkschaftsmitglieder nach Rauch-Kallats Meinung stellen, kritisierte die Generalsekretärin am Dienstag in einer Aussendung: Etwa jene nach Gehältertransparenz im ÖGB.

"Angesichts einer solch offensichtlichen Entfremdung zwischen Arbeitnehmern und ÖGB-Spitze muss man sich fast Sorgen um die Gewerkschaft in Österreich machen", meinte Rauch-Kallat. Die Gewerkschaft könne alle ihre Forderungen innerhalb der Sozialpartnerschaft sowie in Verhandlungen mit der Regierung einbringen. "Grundvoraussetzung dafür ist aber, dass der ÖGB sich überhaupt an den Verhandlungstisch begibt. Dies war in den vergangenen 18 Monaten leider nicht immer der Fall", kritisierte Rauch-Kallat.

Kritik an "feiger" Fragestellung

Als "schwachbrüstig und feige" bezeichnete der Salzburger FPÖ-Abg. Hermann Böhacker die Fragestellung in der ÖGB-Urabstimmung in einer Aussage vom Dienstag. Fragen zu den handelnden Personen an der ÖGB-Spitze sowie zum "Gagenskandal" würden im vorgestellten Fragenkatalog fehlen.

Er, Böhacker, gehe davon aus, dass die Gewerkschaftsmitglieder "dieses traurige Spiel durchschauen und den Gewerkschaftsbossen einen ordentlichen Denkzettel verpassen", hieß es weiter. (APA)

Share if you care.