"...sonst nehmen sie uns auseinander", sprach Kühbauer

28. August 2001, 17:34
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Vor dem Spanien-Spiel ist die Mannschaft bemüht das historische 0:9 zu vergessen

Illmitz - Dem österreichischen Fußball-Teamkader schien auch am zweiten Vorbereitungstag auf das EM-Quali-Spiel gegen Spanien die Sonne, auch wenn es in Illmitz am Neusiedler See nicht mehr so heiß wie am Montag war.

"Ich bin 100 Prozent davon überzeugt, dass alle am Samstag 100 Prozent geben werden", sagte ÖFB-Teamchef Baric am Dienstag, wohl eingedenk der lustlosen Vorstellung etlicher seiner Schützlinge beim 1:2 gegen die Schweiz. Auf dieses Spiel will Baric im Gespräch mit seinen Akteuren ("was haben wir da gemacht?") nur kurz eingehen. "Denn wir wollen alles versuchen, alles unternehmen, dass wir diese Stimmung vom 1:1 gegen die Spanier in Wien bekommen". Daher werde man sich das Video über dieses Spiel anschauen und die Spanier obendrein beim 4:1 gegen Bosnien studieren.

Das 0:9 macht niemanden verrückt

Denn vom 0:9 will niemand reden. "Natürlich wissen wir, dass das passiert ist, aber inzwischen sind zweieinhalb Jahre vergangen. Ich habe seither 80, 90 Spiele bestritten und mich nicht lange verrückt machen lassen", sagte Andreas Herzog als einer von vier im aktuellen Teamkader neben Franz Wohlfahrt, Günter Neukirchner und Walter Kogler von der damaligen "Katrastophen-Mannschaft".

Die Taktik des "krassen Außenseiters" gegen die Spanier müsse es sein, die Räume eng zu machen, sich nicht total hinten hinein drängen und vor allem den Gegner nicht richtig ins Spiel kommen zu lassen, denn sonst nehmen sie uns auseinander", ist Didi Kühbauer überzeugt.

Erfolgserlebnis für Prilasnig

Mit einem Erfolgserlebnis im Gepäck stieß Gilbert Prilasnig am Dienstagmittag zum Team. Er hatte am Montagabend mit Aris Saloniki im griechischen Cup daheim gegen den Zweitligisten FC Proodeftiki 2:0 gewonnen, war 90 Minuten im Einsatz und hatte wieder etwas Matchpraxis gesammelt.(APA)

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