Arafat-Sprecher: Bewaffneter Kampf einzige Alternative

28. August 2001, 15:51
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30.000 Palästinenser schwören bei Begräbnis von PFLP-Chef Rache - Kritik an arabischen Staaten und USA

Ramallah - Der bewaffnete Kampf gegen Israel sei nun die einzige Alternative, erklärte der palästinensische Kabinettssekretär Ahmed Abdel Rahman am Dienstag im Namen von Präsident Yasser Arafat bei der Beerdigung des Chefs der marxistischen PLO-Teilorganisation "Volksfront für die Befreiung Palästinas" (PFLP), Abu Ali Mustafa, in Ramallah. "Die Israelis haben keine andere Wahl, als unser Land zu verlassen!", rief Rachman. "Es wird keinen Frieden geben, solange eine einzige (israelische) Siedlung auf palästinensischem Boden verbleibt."

Rahman betonte, die Palästinenser könnten sich in ihrem Befreiungskampf "nur auf sich selber verlassen". Er kritisierte die Untätigkeit der arabischen Staaten sowie der USA. Etwa 30.000 Palästinenser haben an der Beisetzung des am Vortag von der israelischen Armee gezielt getöteten PFLP-Chefs teilgenommen. Wütende Trauergäste schwenkten palästinensische Flaggen und schwörten Rache. Ali Jabarat, Mitglied der PFLP, kündigte Racheaktionen der Gruppe gegen Israel an: "Die Israelis haben mit dem Mord die Tore zur Hölle aufgestoßen". (APA/dpa)

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