Tourismus in Israel in tiefer Krise

28. August 2001, 16:06
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Frankfurt - Der Fremdenverkehr in Israel steckt nach Darstellung des israelischen Tourismus-Ministeriums in einer tiefen Krise. Aus Deutschland erwarte das Land für dieses Jahr nur etwa 80.000 Urlauber, was einen Rückgang von über 50 Prozent im Vergleich zu 2000 bedeute, sagte ein ranghoher Beamter des israelischen Tourismusministeriums, Pinny Millo. Die Gesamtzahl der Urlauber werde von 2,7 Millionen im Jahr 2000 auf etwa 1,5 Millionen sinken. Grund für den negativen Trend seien die politischen Unruhen und Bombenanschläge.

Bereits 31 Hotels geschlossen

31 der etwa 350 Hotels in Israel hätten bereits geschlossen, viele Mitarbeiter seien arbeitslos. Israel habe im ersten Halbjahr mit Tourismus etwa zwei Mrd. Dollar (2,21 Mrd. Euro/30,4 Mrd. S) weniger eingenommen als im Vorjahreszeitraum. Um den negativen Trend zu stoppen, will Israel verstärkt auf Zielgruppen eingehen, wie Gruppenleiter in christlichen Institutionen. Ein deutscher Veranstalter von "Biblischen Reisen" berichtete, dass 95 Prozent aller Reisen storniert würden. Auch die staatliche israelische Luftlinie EL AL leidet unter dem Einbruch im Tourismusgeschäft. Nach Darstellung des neuen General-Managers für Deutschland, Ben-Zion Malka, sind die Flüge nur noch zu 64 Prozent ausgelastet. Das Unternehmen habe 109 Mill. US-Dollar verloren und 300 Mitarbeiter kündigen müssen. (APA/dpa)

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