Die Eckpunkte des Tarifvertrags für die "Auto 5000 GmbH" von VW

28. August 2001, 14:17
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Laufzeit 3,5 Jahre

Hannover - Der Tarifvertrag für die neu gegründete "Auto 5000 GmbH" hat eine Laufzeit von dreieinhalb statt der ursprünglich geplanten drei Jahre. Er umfasst im Kern vier Eckpunkte:

- Die Wert schöpfende Arbeitszeit beträgt durchschnittlich 35 Wochenstunden im Jahr. Durch ein entsprechendes System mit sieben Stunden pro Schicht kann sie wöchentlich inklusive Samstag bis zu 42 Stunden betragen. Maximal 200 Überstunden werden auf einem Arbeitszeitkonto gut geschrieben.

- Drei Stunden pro Woche sollen die Mitarbeiter durchschnittlich ausgebildet werden. Dabei wird aber nur die Hälfte der Zeit auch bezahlt.

- Alle Beschäftigten bekommen unabhängig von ihrer Funktion einheitlich 4.500 DM (2.301 Euro/31.660 S) im Monat und einen Mindestbonus von 500 DM. Darin enthalten sind aus steuerlichen Gründen rund 167 DM pauschale Nachtzuschläge. Wird die Gewinnschwelle erreicht, bekommen die Mitarbeiter einen persönlichen Leistungsbonus. Ist das Vorjahr gut gelaufen, ist eine Ergebnisbeteiligung vorgesehen.

Nach einer Aufstellung der IG Metall werden vom 1. Oktober 2002 an für sechs Monate Qualifizierungs- und Einarbeitungszeit 4.000 DM gezahlt. Im ersten Jahr gibt es rund 59.500 DM, im zweiten 64.000 und im dritten 69.000 DM.

- Völlig neu ist das "Programmentgelt". Demnach ist das tägliche Ende der Arbeitszeit flexibel und richtet sich nach dem Erreichen eines täglichen Produktionsziels. Werden Stückzahl oder Qualität verfehlt, muss sofort nachgearbeitet werden. Passiert das, weil der Beschäftigte nicht sauber gearbeitet hat, wird die Zeit nicht bezahlt. Nur wenn VW die Verzögerungen in der Fertigung verantworten muss, werden die Stunden auf dem Arbeitszeitkonto gutgeschrieben. (APA/dpa)

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