Viel und üppig

28. August 2001, 13:34
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Linzer Posthof geht in die 18. Saison

Linz - Mit einem "sehr vielfältigen und üppigen Programm" gehe der Linzer Posthof in die 18. Saison, so der musikalische Leiter Werner Ponesch. Nebenbei bereitet sich die zeitgenössische Spielstätte auf die bevorstehende Euro-Umstellung vor: Neuartige Drucksysteme wurden installiert, künftig werden neue Karten ausgegeben. Auf Anregung des Posthof-Beirates wurde das Foyer des alten Gebäudes neu gestaltet: Den Boden ziert ein Schriftzug, die Wand wurde rot gestrichen, eine Lichtebene wurde eingerichtet.

Der Startschuss für die Saison 2001/02 fällt am 6. September mit der Abschlussveranstaltung der Ars Electronica. Am 18. September geht mit The Residents das "Konzert des Monats" über die Bühne. Dies ist die letzte Möglichkeit, die US-Pop-Avantgardisten live in Linz zu erleben.

Tanz und Kleinkunst

In Zusammenarbeit mit dem Brucknerfest werden zwei Tanzaufführungen veranstaltet. Die Schweizer bzw. Isländischen Produktionen werden dabei Österreich-Premiere feiern. Als "sein heimliches Highlight" bezeichnete Wilfried Steiner, im Posthof für Tanz, Theater und Kleinkunst zuständig, Hubsi Kramars Inszenierung von "Warten auf Godot". "Ganz fein und auf den Punkt gebracht" würden Andreas Vitasek, Karl Ferdinand Kratzl und I.Stangl agieren.

Im November wird abermals das Kleinkunstfestival stattfinden, der Dezember steht im Zeichen des "Theatersports". Man versuche auf der einen Seite Pilotprojekte ("in der jungen und freien Szene etwas bewegen") und auf der anderen die Tradition der Posthof-Eigenproduktionen fortzusetzen, erklärte Steiner.

In der Saison 2000/01 besuchten knapp 80.000 Leute 238 Veranstaltungen im Posthof. Das zweitbeste Ergebnis in der Geschichte der Spielstätte sein "ein sehr tolles", meinte Ponesch: "Wir sind nach wie vor vorne dran." Es sei grundsätzlich möglich, mehr "Mainstream-Geschichten" und so mehr Besucher in den Posthof zu bringen, sagte Steiner: "Das ist aber nicht die Politik des Hauses." (APA)

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