Zwischenfälle in deutschem und Schweizer Atomkraftwerk

28. August 2001, 15:57
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Risse in vier Schweißnähten, Brände und falsch angeschlossene Rohre

Leibstadt/Heilbronn - Kleinere Defekte wurden am Dienstag in Kernkraftwerken in der Schweiz und in Deutschland entdeckt. In beiden Fällen schlossen die Betreiber aus, dass Radioaktivität ausgetreten ist.

Leibstadt in der Schweiz

In Leibstadt in der Schweiz wurden Risse in vier Schweißnähten gefunden. Zwei davon sind schon vergangenes Jahr festgestellt worden. Sie hätten sich laut Betreiber nicht weiter verändert. Trotz der Risse sei die Sicherheit der Anlage gewährleistet, hieß es.

Zudem untersuchen die Verantwortlichen die Ursache dreier Brände in dem AKW, die bei Schweiß- und Schneidbrennarbeiten ausgebrochen sind. Auch hierbei sei es zu keinem radioaktiven Austritt gekommen, die Flammen sind von den Arbeitern gelöscht worden.

Neckarwestheim in Deutschland

Im Atomkraftwerk Neckarwestheim bei Heilbronn in Deutschland ist bei Routinekontrollen ein falsch angeschlossenes Abwasserrohr entdeckt worden. Das Rohr führe nicht wie vorgesehen zu Sammelbehältern für radioaktives Abwasser, sondern direkt in das Betriebsabwassersystem, teilte das Kernkraftwerk am Dienstag mit.

Die Betreiber schlossen aus, dass radioaktive Stoffe nach außen gelangten. Die Abläufe, die in das falsch angeschlossene Rohr führten, seien inzwischen verschlossen worden. Weitere falsche Anschlüsse seien bei der Überprüfung aller übrigen Abwasserleitungen nicht gefunden worden, wurde betont. (APA/SDA/dpa)

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