Grosjean bereits ausgeschieden

29. August 2001, 12:53
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Jewgenij Kafelnikow kann Match gegen Schweizer Kratochvil im letzten Moment umdrehen

New York - Bei den Herren beendete der als Nummer vier gereihte Australier Lleyton Hewitt die Grand-Slam-Karriere des Ende des Jahres zurücktretenden Schweden Magnus Gustafsson durch ein 6:3,6:2,7:5. Mühe hatten hingegen Juan Carlos Ferrero (ESP-5) gegen Arnaud di Pasquale, nach dem Gewinn des Tiebreaks im vierten Satz hatte er den Sieg aber praktisch in der Tasche (1:6,6:3,2:6,7:6,6:0).

Jewgenij Kafelnikow, die russische Nummer sieben in Flushing Meadow, stand schon näher am "Abgrund": Der Schweizer Michel Kratochvil besaß alle Chancen zu seinem ersten Sieg über einen Top-Ten-Spieler. Er führte mit 2:1 Sätzen und im vierten Satz mit 3:1. Insgesamt unterliefen dem 22-jährigen Berner aber zu viele Doppelfehler in wichtigen Momenten. So gab er beim Stand von 2:4 im fünften Satz ein Aufschlagspiel mit drei Doppelfehlern ab.

Grosjean out

Der bisher größte Ausfall war das Out von Sebastien Grosjean. Der als Nummer acht gesetzte Franzose unterlag dem Argentinier Mariano Zabaleta glatt in drei Sets. Der Semifinalist der diesjährigen Australian und French Open hatte sich aber vor sechs Wochen eine Knöchelverletzung zugezogen. "Ich habe einen Monat nicht gespielt und bin zu diesem Turnier gekommen, habe also nicht viel erwartet. Ich bin nicht in guter Form", so Grosjean.

Vorjahrsfinalist Pete Sampras beförderte mit Julien Boutter auch Grosjeans Landsmann mit 6:4,7:6 (7/4),7:6 (8/6) aus dem Bewerb, musste dabei aber im dritten Set einen Satzball abwehren. Mit Cedric Pioline (Dreisatz-Niederlage gegen Jan-Michael Gambill) stand noch ein Franzose auf der Abschussliste. US-Jungstar Andy Roddick zeigte zwei Tage vor seinem 19. Geburtstag und ein Jahr nach dem Sieg im Juniorenbewerb dieses Turniers, dass er weiter gereift ist. Roddick, der gerne als die "Zukunft des US-Tennis" umschrieben wird, fertigte Slava Dosedel 6;4,6:1,6:2 ab. Ohne Aufschlagverlust, mit 41 Winnern.

Roddick sieht die Ablöse noch nicht gekommen. "Ich glaube nicht, dass Andre und Pete so schnell weg sein werden. Pete hat heuer ein nicht gutes Jahr, aber er ist immer noch Top Ten." Die erste Herren-Runde wurde übrigens erstmals auf drei Tage aufgeteilt, die restlichen 24 Matches, darunter auch der Erstauftritt von Titelverteidiger Gustavo Kuerten, geht erst Mittwoch in Szene. (APA)

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