Auf die Haut gehauchte Transparenz

31. August 2001, 23:24
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Das Spiel mit den Einblicken erlebt einen neuen Höhepunkt. Der Purismus ist passé. Es lebe die Weiblichkeit und die Lust auf Farbe und Spitzen.

Die neuen Kolletktionen sind so feminin, wie man es seit Jahren nicht mehr gesehen hat. Ein wenig Retro, ein Hauch von Luxus, ein Touch spielerisches Sex-Appeal. Sie ist das adäquate Darunter für die Kurventechnik der Herbstmode.

Hauchzarte Stoffe, fein dessiniert, selten uni, haben in dieser Saison ihren großen Auftritt. Neue Prints sowie zarte, transparente Stoffe, Stickereien und besonders Tüll – all das sind Attribute der femininen Wäschekollektionen, die das alte Spiel von Ver- und Enthüllung prägen. Spitzen, Stickereien und Blütendrucke ranken sich bei Gianfranco Ferré sexy am Körper. Animal-oder Fantasie-Prints, Volants, Rüschen, Häkelkanten, Goldzier, Strass und Perlen bereichern das Sortiment. Schimmernde Changeants in Metallic-Optik, gehalten lediglich von fast unsichtbaren Plastikbändern sind die Hihglights bei Blumarine. Mit dem feinen Glanz von Microfaser präsentiert Wolford sportive Sachlichkeit ausgesprochen feminin. Auf die Haut gehauchte Transparenz mit Blütenstickerei und feinem Schimmer - so zart präsentieren die Designer das Darunter in schwarz.

Farbe ist der Mega-Trend. Die Palette reicht von Brombeer, Rosé über Magenta bis hin zu Pink. Auch Lila, zartes Flieder, Violett bis hin zu intensivem Aubergine liegen voll im Trend.

Auch auf den Mann wurde nicht vergessen, das Motto lautet: "Mannzipation in der Wäsche". Die männliche Wäsche ist längst zum Lifestyle-Produkt aufgestiegen. Die Emanzipation beflügelt die Designer zu immer schöneren und innovativeren Kollektionen. Das Streben nach Lebensgenuss ermöglicht Designs, die noch vor zwei Jahren undenkbar waren. Der Wäschewinter 2001/2002 hat sich deshalb endgültig vom Purismus verabschiedet. Innovativ in Schnitten und Materialien zeigen auch Männer Mut zu Farben.

Und noch ein Uppercut - Boxershorts versuchen ein Comeback. In den letzten Jahren verschwanden sie fast gänzlich. Doch der Boxer, ursprünglich als Trainingshose amerikanischer Boxer gedacht, hat wieder das Potenzial zum Lieblingsstück des Mannes zu werden.(PTE/Red)

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