Hauptverband: FSG entsendet doch Vertreter zur Besetzung des Verwaltungsrats

28. August 2001, 11:45
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Nürnberger: Die fähigsten Mitarbeiter wurden ausgewählt

Wien - Die Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter hat Dienstag Vormittag in einer Präsidiumssitzung erwartungsgemäß beschlossen, doch Vertreter in den Verwaltungsrat der Spitzengremien des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger zu entsenden. Wie FSG-Chef Rudolf Nürnberger vor Journalisten betonte, würden die fähigsten Mitarbeiter für die Posten ausgewählt. Namen konnte er noch nicht nennen. Diese würden innerhalb der nächsten Tage präsentiert. Der FSG stehen im insgesamt 14-köpfigen Verwaltungsrat vier der sieben Sitze in der Arbeitnehmerkurie zu.

Unmittelbar nach Beschluss der Hauptverbandsreform im Juli hatte es seitens der Sozialdemokraten Überlegungen gegeben, die Entsendung zu boykottieren. Grund dafür war vor allem, dass künftig die Vergabe der Sitze zwischen Arbeitgebern und Dienstnehmern paritätisch erfolgt. Zudem wurden durch die Reform die Mehrheitsverhältnisse klar zu Gunsten von schwarz-blau (9:5) umgedreht, was Unwillen bei der FSG hervorgerufen hatte.

Nürnberger betonte, für ihn persönlich sei ein Boykott des Gremiums nie zur Diskussion gestanden. Aus seiner Sicht wäre es unverantwortlich "die Interessen der Kollegen" im Hauptverband nicht zu vertreten. (APA)

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