Umfrage vor Wahlen in St. Pölten: SP-Absolute ungefährdet

28. August 2001, 10:58
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Verluste für Freiheitliche, Gewinne für VP und Grüne vorausgesagt

St. Pölten - Die Gemeinderatswahl in St. Pölten am 7. Oktober lässt keinen "politischen Erdrutsch" erwarten. Laut einer aktuellen OGM-Umfrage (401 Interviews, maximale Schwankungsbreite +/- 4,9 Prozent) im Auftrag der Niederösterreichischen Nachrichten (NÖN) ist die absolute Mehrheit der SPÖ ungefährdet. Die Sozialdemokraten dürften mit 57 Prozent der Stimmen (zuletzt 57,8) rechnen, was für Spitzenkandidat Bürgermeister Willi Gruber nicht überraschend kommt. "Ein Ergebnis, das ich erwartet habe", kommentierte er die Umfrage.

Die höchsten Zugewinne werden der ÖVP prophezeit. Die OGM-Umfrage weist für die Volkspartei ein Plus von 2,4 Prozentpunkten auf 23 Prozent aus. "Das deckt sich mit meinem Gefühl", so Spitzenkandidat Vbgm. Alfred Brader. Laut NÖN hofft Brader sogar noch auf mehr. Sein deklariertes Wahlziel ist das Brechen der SPÖ-"Absoluten".

FP als Verlierer

"Verlierer" am 7. Oktober wären laut der vorliegenden Umfrage die Freiheitlichen. Sie würden von 12,7 auf zehn Prozent "abspecken". FPÖ-Listenführer Gemeinderat Hermann Nonner lässt sich dadurch nicht irritieren. "Wir werden noch Stimmen im SPÖ-Lager holen."

Den Grünen sagt die OGM-Befragung ein Plus von 2,2 Prozentpunkten auf sieben Prozent voraus. Für Spitzenkandidatin Gemeinderätin Silvia Buschenreiter ist das "nicht unrealistisch". Sie peilt sogar "eine Verdoppelung unseres Mandatsstandes auf vier Sitze im Stadtparlament" an.

Laut der Umfrage sechs Wochen vor der Wahl wären nach dem 7. Oktober nur mehr vier Parteien im St. Pöltner Gemeinderat vertreten. Die neue Bürgerliste des bisherigen LIF-Mandatars Otto Schwarz würde nämlich nur zwei Prozent erreichen. Das Ergebnis des Liberalen Forums hatte zuletzt auf 3,2 Prozent gelautet. Die KPÖ darf wieder mit einem Prozent der Stimmen rechnen.

Gruber Willi wird es wahrscheinlich packen

Gäbe es eine Bürgermeister-Direktwahl, wäre ebenfalls Willi Gruber haushoher Favorit, so die NÖN. 49 Prozent - unter ihnen auch 23 Prozent der FPÖ- und 29 Prozent der Grünen-Anhänger - würden den amtierenden Stadtchef wählen, neun Prozent Alfred Brader. Allerdings: Was die Wiederkandidatur Grubers, der am 6. September 71 Jahre alt wird, betrifft, so halten diese sogar 25 Prozent der SPÖ-Wähler nicht für sinnvoll. Bei den Sympathisanten der Grünen sind es 37, bei jenen der ÖVP 54 und bei den FPÖ-Wählern gar 77 Prozent. (APA)

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    Rathausplatz in St. Pölten

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