Billiges bunt bedrucktes Papier

27. August 2001, 19:44
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Das "Mickey Maus Magazin" wird 50 Jahre alt - Mehr als zwölf Millionen Leser

Das Papier war billig, die Comics aber immerhin durchgehend in Farbe - am 29. August 1951 ist das erste "Micky Maus Magazin" im deutschsprachigen Raum in den Handel gekommen. Heute gilt das Heft als Bestseller: Allein in Österreich verfolgen rund 200.000 Entenhausen-Fans aller Altersklassen wöchentlich die Abenteuer von Donald, Micky und Co. Zum Jubiläum erscheint am 6. September ein Reprint der ersten "Micky Maus". Es handelt sich um das 2.385. erschienene Magazin.

Mickey, der Pate, ist älter

Die Maus selbst hat 1928 das Licht der Welt erblickt. In Amerika eroberte der Zeichentrickstar nicht nur die Leinwände, sondern sorgte auch als Comic für starke Umsätze. 1951 kam ein Vertreter der Walt Disney Productions nach Stuttgart, wo er vier Leute für ein deutsches Micky Maus Heft suchte.

Ehre für eine Milliarde verkaufte Magazine

Anfangs erschien das Magazin monatlich, schon ab Dezember 1951 gab es Sonderhefte, Anfang 1956 wurde die Zeitschrift auf ein 14-tägiges Erscheinen umgestellt. Seit Ende 1957 kommt die "Micky Maus" wöchentlich auf den Markt. Im vergangenen Jahr wurde der Egmont Ehapa Verlag vom Disney-Konzern für eine Milliarde verkaufter Exemplare des "Micky Maus Magazins" geehrt.

"Nick Knatterton", "Prinz Eisenherz" und "Micky Maus" als moralisch unbedenkliche Helden eingestuft

Leicht hatten es die Macher des Magazins in den Fünfzigern nicht. Selbst ernannte Sittenwächter wollten die Jugend in Deutschland "schützen" und Comics generell gerichtlich verbieten lassen. Dieser Versuch scheiterte, es wurden allerdings Produkte aufgeführt, die als moralisch unbedenklich eingestuft wurden: "Nick Knatterton", "Prinz Eisenherz" und "Micky Maus".

"Donaldisten" in der Überzahl

Die Geschichten aus Entenhausen werden mittlerweile in 27 Sprachen übersetzt und erfreuen in 29 Ländern mehr als zwölf Millionen Leser. Die beliebteste Figur ist Donald Duck, gefolgt von der Micky Maus. Gefeiert werden heuer übrigens noch zwei weitere runde Geburtstage: Walt Disney und der im vergangenen Jahr verstorbene Carl Barks wären beide 100 geworden. (APA)

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