Kabelnetz-Fusion von PrimaCom und UPC verschoben

27. August 2001, 19:28
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Wegen "veränderten Marktbedingungen" - Gespräche sollen bis 31. Oktober abgeschlossen sein

Die Kabelnetzbetreiber United Pan-Europe Communications (UPC) aus den Niederlanden - Muttergesellschaft der UPC-Telekabel in Österreich - und PrimaCom aus Deutschland verschieben die geplante Fusion ihrer deutschen Netze. In einer gemeinsamen Erklärung begründeten die Firmen den Schritt am Montag in Amsterdam mit "veränderten Marktbedingungen". Die PrimaCom-Aktionäre, die eigentlich am Dienstag über den Zusammenschluss beraten sollten, würden nun zu einem späteren Zeitpunkt befragt.

"Veränderte Marktbedingungen"

Als Folge der veränderten Marktbedingungen seien bestimmte unabdingbare Voraussetzungen des Zusammenschlusses noch nicht erfüllt, teilten beide Unternehmen am Montag mit. Beide Seiten hätten vereinbart, mögliche Lösungswege zu prüfen, um alle Bedingungen für den Vollzug der Fusion zu erfüllen. Die Gespräche sollten spätestens bis zum 31. Oktober abgeschlossen werden, hieß es.

Zustimmung sei nicht mehr gesichert

Das "Handelsblatt" hatte bereits in seiner Montagausgabe berichtet, Primacom und UPC wollten ihre geplante Fusion um sechs bis acht Wochen verschieben. Wegen der indirekten Mehrheit des US-Konzerns Liberty Media an UPC sei die Zustimmung nicht mehr gesichert, schrieb die Zeitung unter Berufung auf Unternehmenskreise. Von Primacom war am Montag zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Ursprünglich sollten die Primacom-Aktionäre den Fusionsplänen am Dienstag auf der Hauptversammlung zustimmen.

Die Primacom-Aktie fiel am Nachmittag in einem festen Gesamtmarkt um über zwölf Prozent auf 6,05 Euro. (APA/AFP/Reuters)

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