Lok-Trainer: "Wir müssen diese Gesetzlosigkeit stoppen"

31. August 2001, 15:33
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Tirol-Gegner schaltet Anwälte ein, schießt sich aber vorsorglich warm

Moskau/Ramenskoje/Wien/Nyon - "Die UEFA ist jenseits des Gesetzes" (Sovietsky Sport) und "Russland ist hinter dem eisernen Vorhang" (Sport-Express) so reagierten die russischen Sport-Zeitungen am Montag auf die Entscheidung der UEFA, ein Wiederholungsspiel zwischen dem FC Tirol und Lok Moskau um den Einzug in die Fußball-Champions League anzusetzen. Der Berufungssenat der UEFA wird den Protest von Lok allerdings erst am kommenden Freitag behandeln.

Unter dem Vorsitz von Leon Straessle (Schweiz) werden dabei insgesamt elf Mitglieder darüber entscheiden, ob es zu einer Neuaustragung des Rückspiels der dritten Qualifikationsrunde kommt, weil der niederländische Schiedsrichter Mario van der Ende dem Lok-Spieler Pimenow zweimal die Gelbe Karte gezeigt, ihn aber nicht mit Gelb-Rot vom Platz geschickt hatte.

Einnahmenteilung für dritte Begegnung fix

Bereits fix ist jedenfalls, dass es Im falle eines Wiederholungsspiel zu einer Kosten- und Einnahmenteilung zwischen den Klubs kommen wird. Als möglicher Termin ist weiterhin der 8. September vorgesehen.

Die Lokomotive ließ am Sonntag in der russischen Meisterschaft gehörig Dampf ab und zeigte UEFA-Cup-Starter Anji Machaschkala mit dem 4:0 in Ramenskoje die Grenzen auf. Dmitry Loskow, im Vorjahr noch Torschützenkönig, erzielte nach 57 Minuten und Vorarbeit von Pimenow volley die Führung. Ein weiteres Loskow-Tor und zwei Treffer des nigerianischen Stürmers James Obiora sorgten für klare Verhältnisse.

Lok-Trainer Juri Sjomin zeigte sich danach weiter erzürnt: "Ich weiß nicht, wie ich die UEFA-Entscheidung beschreiben soll. Es ist kompletter Nonsens und meiner Meinung nach hat die UEFA ihr eigenes Gesetz gebrochen. Wir haben deutsche Anwälte kontaktiert, weil wir diese Gesetzlosigekeit stoppen müssen. Ist es das, was die UEFA als ihr Motto 'fair play' nennt?" (APA)

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