Doderer-Literaturpreis 2001 an den Mongolen Galsan Tschinag

27. August 2001, 14:00
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Sonderpreis für "grübel"-"seufz"-Bereicherungen der deutschen Sprache

Köln - Der Heimito von Doderer-Literaturpreis geht in diesem Jahr an den Mongolen Galsan Tschinag, der in Leipzig Germanistik studierte und Prosa in deutscher Sprache schreibt. Wie die Kölner Stadtverwaltung am Montag mitteilte, wurde ein in diesem Jahr erstmals vergebener Sonderpreis für die Bereicherung der deutschen Sprache an Erika Fuchs vergeben, die als Übersetzerin etwa von "Micky Maus"-Heften Wörter wie "grübel" oder "seufz" ins Deutsche eingeführt hat.

Von Galsan Tschinag sind in Deutschland die Bände "Der blaue Himmel", "Die graue Erde" und "Der weiße Berg sowie "Die Karawane" und "Dojnaa" erschienen.

Der Doderer- Literaturpreis, der 1996 in Wien erstmals verliehen wurde, erinnert an den österreichischen Schriftsteller, der 1896 in Wien geboren wurde und dort 1966 starb. Seine beiden großen Romane "Die Strudlhofstiege" (1951) und "Die Dämonen" (1956) geben ein Bild der Gesellschaft Wiens im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts. Die Auszeichnung wurde 1996 anlässlich des 100. Geburtstags von Doderer (1896 - 1966) von dem Kölner Industriellen Henner Löffler gestiftet. (APA/dpa)

Ausgewählte Bücher von Galsan Tschinag

"Der blaue Himmel"
Suhrkamp, Frankfurt a. M.
Roman., 177 S.,
ATS 175,-


"Die graue Erde"
Insel-Verlag Anton Kippenberg, Frankfurt
Roman, 275 S.
ATS 263,-


"Der weiße Berg"
Insel-Verlag Anton Kippenberg, Frankfurt, Roman, 280 S.
ATS 291,-
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