PFLP kündigt Rache für tödlichen Anschlag auf ihren Führer an

27. August 2001, 12:30
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Arafat verurteilt "Hinrichtung" Mustafas

Ramallah/Damaskus/Jerusalem - Nach dem tödlichen Anschlag auf ihren Führer Abu Ali Mustafa hat die radikale PLO-Teilorganisation "Volksfront für die Befreiung Palästinas" (PFLP) umgehend Rache angekündigt. Der Tod Mustafas werde "nicht ungestraft bleiben", sagte ein Sprecher der PFLP in der syrischen Hauptstadt Damaskus, dem Hauptsitz der Organisation. Israel werde die Folgen zu spüren bekommen.

Israel will weiter mit aller Härte auf jeden palästinensischen Angriff reagieren. Israelische Medien berichteten am Montag, das Innere Kabinett um Ministerpräsident Ariel Sharon habe dies am Vorabend entschieden. Die israelische Armee werde weiterhin gezielt Palästinenser töten, die Terroranschläge planen.

Arafat verurteilt Angriff

Arafat verurteilte den Angriff. Sein Sonderberater Nabil Abu Rudeina erklärte in Gaza, Israel habe mit dem Attentat "alle Grenzen überschritten". Es handle sich dabei um ein Verbrechen, das die Nahost-Krise weiter eskalieren lasse. Israel nutze "das Schweigen der USA und die unverantwortlichen Erklärungen aus Amerika" aus. Die Palästinenser würden sich gegen diese "gefährliche Aggression" wappnen. Der palästinensische Informationsminister Yasser Abed Rabbo sprach von einem "nie da gewesenen israelischen Verbrechen". Für den Mord an einem so wichtigen politischen Führer werde Israel "einen hohen Preis bezahlen". (APA/dpa/Reuters)

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