Verzetnitsch: Urabstimmung findet statt

27. August 2001, 14:45
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Kein Grund für Verschiebung - ÖGB-Präsident sieht keine Mitverantwortung

Wien - ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch sieht keine Mitverantwortung in der jüngsten Debatte um umstrittene Gehaltserhöhungen für Postgewerkschafter. Die Urabstimmung des ÖGB werde es "sicher" geben. Es gebe keinen Grund für eine Verschiebung, so Verzetnitsch Montag mittag nach seiner Rückkehr von einem Kanada-Urlaub gegenüber dem Radio-Mittagsjournal des ORF.

"Ich bin voll Tatendrang zurück gekommen", sagte Verzetntisch. Weitere Auskünfte wollte der ÖGB-Chef zu diesem Zeitpunkt nicht geben.

Rauch-Kallat: ÖGB-Präsident werde Farbe bekennen müssen

ÖVP-Generalsekretärin Maria Rauch-Kallat forderte unterdessennVerzetnitsch auf, für mehr Transparenz im Gewerkschaftsbund zu sorgen, "damit derartige Gagenaffären nicht mehr vorkommen können". Die ÖVP-Politikerin hielt zudem Montag mittag - kurz vor Beginn der von Verzetnitsch angekündigten Pressekonferenz - in einer Aussendung fest: "Wenn ÖGB-Präsident Verzetnitsch heute endlich sein viel zu langes Schweigen zur Post-Gagenaffäre bricht, wird er Farbe bekennen müssen."

"Wasser predigen und Wein trinken" sei jedenfalls "ein äußerst unglaubwürdiges Motto für die kommende Urabstimmung". Dafür, dass soziale Gerechtigkeit im ÖGB so unterschiedlich interpretiert werde, habe "kein Mitglied Verständnis", so Rauch-Kallat. (APA)

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