YLine-Aufsichtsrat: Da waren's nur noch drei

28. August 2001, 15:49
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Spät gemeldeter Ausstieg bei Primus Online

Wien - Nachdem in der Vorwoche dem an der Wiener Börse und der Nasdaq Europe in Brüssel börsenotierten Internetdienstleister YLine bereits zwei Aufsichtsräte abhanden gekommen waren, musste die Aufsichtsratsitzung am Montag mit einem weiteren Abgang stattfinden: Nach Friedrich Scheck und Georg Plochberger legte auch Matthias Pölleritzer sein Mandat zurück.

Auch bei den Beteiligungen kam es zu Veränderungen. Das 49-Prozent-Aktienpaket bei der Primus Online, einer Tochter des Großhandelsmultis Metro, wurde an das gleichnamige deutsche Unternehmen zurückgegeben. Verbleibende (Mehrheits-)Beteiligungen sollen nun in die YLine integriert werden, und das Unternehmen solle sich auf sein Kerngeschäft - Application Service Providing und Software für Internetauftritte - konzentrieren, sagte YLine-Sprecher Willi Berner zum STANDARD.

Delikates Detail

Delikates Detail: Der Deal mit den Deutschen wurde bereits Mitte Mai abgewickelt, ohne dass die YLine ihre Aktionäre darüber verständigte. Auch ein Kaufpreis wurde bis dato nicht genannt. Üblicherweise melden börsennotierte Unternehmen solche Vorgänge, die Einfluss auf ihren Börsenkurs haben können, sofort in einer so genannten Ad-hoc-Mitteilung den Aktionäre.

Per Inserat über das Amtsblatt der Wiener Zeitung meldet YLine eine weitere Veränderung: Das bisherige Aktienpaket in Höhe von 68 Prozent an der Softwarefirma I-Online will YLine auf 75 Prozent aufstocken. Nicht mit Bargeld, sondern durch Aktientausch sollen dabei weitere sieben Prozent der Aktien von I-Online in den Besitz von YLine kommen. (ruz, jake)

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