Neue Trends beim Schuloutfit

27. August 2001, 12:03
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"Herminator", "Watership down" und "Power Rangers lost Galaxy"

Wien - Wer dem "Herminator" nach seinem Unfall die Treue halten will, hat dieses Jahr auch auf der Rückseite der Schultaschen die Möglichkeit dazu. Bei der alljährlichen Qual der Wahl vor Schulbeginn dürfen die Eltern allerdings über dem angesagten Design nicht die Bequemlichkeit vergessen, die ihre Kinder vor Haltungsschäden bewahrt.

Laut Martin Seitl von Schneiders Vienna, dem österreichischen Marktführer im Schultaschenmarkt, "ist bunt sicher der heurige Trend". Neu im Sortiment sind beispielsweise die "Kiddy Cats in Space" im einfärbigen Design mit bunter Klappe für Mädchen. In die ewigen Jagdgründe ging hingegen die einstmals beliebte "Cyber Mouse" ein.

Auf Funktionalität achten

Mit "Watership down" und "Power Rangers lost Galaxy" werden die Fernsehfreunde unter den Kleinen angesprochen. Die Dreikäsehoch-Sportfans hingegen sollen durch die sportliche Richtung "Sturm Graz" an die Firma gebunden werden.

Trotz der Fanbegeisterung des Sprösslings sollten die Eltern auch auf Funktionalität der Produkte achten. Hauptgrund für schwere Haltungsschäden sind neben mangelnder Bewegung und schlechter Sitzhaltung die schweren und falsch getragenen Schultaschen, so die Wiener Gesundheitsstadträtin Elisabeth Pittermann bei der Präsentation des "Wiener Kinder-Gesundheitsberichts 2000" im Februar diesen Jahres. Im Schuljahr 1999/2000 wiesen bereits 21,8 Prozent der Schulanfänger derlei Probleme auf.

"Drei Kilo - mehr packen wir nicht!"

Kinder sollten maximal zehn Prozent ihres Körpergewichts auf dem Rücken tragen, was bei einem Sechsjährigen je nach Statur zwei bis drei Kilogramm entspricht. So wurde zu Beginn des vergangenen Schuljahres vom Wiener Stadtschulrat in Zusammenarbeit mit der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt eine Aktion gestartet, in der an alle Schüler der ersten und zweiten Volksschulklasse einen Aufkleber mit der Aufschrift: "Drei Kilo - mehr packen wir nicht!" verteilt wurde.

Laut einem Test der Zeitschrift "Konsument" müssen die Ranzen vor allem leicht und in hellen, auffälligen Farben gehalten sein, um von den Autofahrern auch bei schlechtem Wetter und Dunkelheit gesehen zu werden. Lichtreflektoren müssen auf Vorderseite und den Seitenteilen sowie auf den Tragriemen angebracht sein. (APA)

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