Umfrage: 44 Prozent für Urabstimmung

27. August 2001, 13:55
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Mehrheit der Österreicher will teilnehmen - 25 Prozent dagegen - ÖGB für 43 Prozent nicht mehr zeitgemäß

Wien/Klagenfurt - 44 Prozent der Österreicher wollen an der ÖGB-Urabstimmung teilnehmen, geht aus einer am Montag veröffentlichten Umfrage des Klagenfurter Human-Instituts (Sample österreichweit 800, Erhebungszeitraum 20. bis 25 August) hervor. Nur 25 Prozent lehnen die Beteiligung an der Urabstimmung ab, 31 Prozent zeigten sich unentschlossen.

Befragt nach den Gründen für eine ÖGB-Urabstimmung geben 78 Prozent die "Verunsicherung der ÖGB-Spitze" an. Für 62 Prozent ist es ein "Votum gegen die Koalitionsregierung", für 58 Prozent die "Urangst der Funktionäre vor Machtverlust", 51 Prozent sehen darin eine "getarnte Werbekampagne" und 46 Prozent glauben, dass sich der ÖGB "Stärkung von der Basis holen" wolle.

84 Prozent für "Privilegienabbau der Funktionäre"

Eine relative Mehrheit von 43 Prozent findet die Organisation des ÖGB in der jetzigen Form nicht mehr zeitgemäß, 35 Prozent sind damit zufrieden. Hier antworteten 22 Prozent mit "weiß nicht".

An der Spitze des Anforderungsprofils für eine Arbeitnehmervertretung stehen für 84 Prozent der Befragten der "Privilegienabbau der Funktionäre", gefolgt von "mehr Transparenz der Entscheidungsvorgänge in der ÖGB-Spitze" mit 78 Prozent, dann "Einstellen auf Rahmenbedingungen der Globalisierung" (66 Prozent), "Rotationsprinzip für Spitzenfunktionäre" (65), "Wandel vom Sozial- zum Kooperationspartner mit der Wirtschaft" (57) und "mehr Aktivitäten für Umwelt und Arbeitswelt der Zukunft" (52). (APA)

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