Bagdad: Ein Toter durch US-britischen Luftangriff

27. August 2001, 19:55
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Nach Abschuss eines unbemannten US-Spionageflugzeugs durch irakische Luftabwehr

Bagdad/Ankara - Bei einem US-britischen Luftangriff auf Nordirak ist nach Angaben eines irakischen Militärsprechers am Montag ein Mensch getötet worden, drei weitere seien verletzt worden. Die US-Maschinen bombardierten demnach zivile Ziele im Norden des Landes. Irakische Luftabwehrstellungen hätten auf die Angriffe reagiert und "die feindlichen Flugzeuge in die Flucht geschlagen". Ein US-Militärsprecher im türkischen Ankara widersprach der irakischen Darstellung.

Reaktion auf Abschuss eines Spionageflugzeugs

Der Luftangriff sei erst erfolgt, nachdem die irakische Luftabwehr US-Maschinen über der nördlichen Flugverbotszone beschossen hatte. Zuvor war ein unbemanntes US-Spionageflugzeug über dem Südirak vermutlich von der irakischen Luftabwehr abgeschossen worden. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Washington sagte, die Drohne sei nach einer Mission verschwunden.

Die irakische Nachrichtenagentur (INA) meldete, die Luftabwehr habe ein hochmodernes US-Aufklärungsflugzeug in der Region Basra abgeschossen. Ein Sprecher der irakischen Armee erklärte, die Maschine sei aus Kuwait gekommen und habe Informationen über "lebenswichtige Einrichtungen" und irakische Luftabwehrstellungen sammeln sollen. Der Pentagon-Sprecher sagte indes, er habe keinerlei Informationen über die irakische Darstellung des Vorfalls.

Häufige Zwischenfälle

Britische und US-Maschinen fliegen regelmäßig Patrouillen in der seit dem Golfkrieg verhängten Flugverbotszone über Irak nördlich des 36. und südlich des 33. Breitengrades. Dabei kommt es häufig zu Zwischenfällen mit der irakischen Armee, die die Flugverbotszone nicht anerkennt. Nach irakischen Angaben wurden bei Luftangriffen durch Großbritannien und die USA seit 1998 bisher mehr als dreihundert Iraker getötet und etwa tausend verletzt.

(APA/dpa/Reuters)

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