Wieder Massaker in indonesischer Provinz

27. August 2001, 11:12
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Leichen von zwölf Dorfbewohnern entdeckt

Jakarta - In der indonesischen Provinz Aceh auf der Insel Sumatra sind nach amtlichen Angaben die Leichen von zwölf Dorfbewohnern entdeckt worden. Die für die Unabhängigkeit des ehemaligen Sultanats kämpfenden Rebellen der Bewegung "Freies Aceh" und die Polizei warfen sich gegenseitig vor, die Zivilisten erschossen zu haben.

Allein in diesem Jahr sind bei Kämpfen in Aceh schon mehr als tausend Menschen getötet worden. Die neue Präsidentin Megawati Sukarnoputri hat sich bei den Ureinwohnern Acehs für Menschenrechtsverletzungen in der Vergangenheit entschuldigt und will demnächst die Provinz besuchen. Zugleich scheint sie das harte Vorgehen der Streitkräfte in der Provinz zu unterstützen.

Internationale Menschenrechtsgruppen werfen dem indonesischen Militär vor, Gräueltaten verübt zu haben und mit Todesschwadronen gegen Sympathisanten der Separatisten vorzugehen. Die Regierung hat Forderungen der Rebellen zurückgewiesen, die Menschenrechtslage von internationalen Beobachtern prüfen zu lassen. (APA/AP)

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