83 Prozent der österreichischen Firmen sind E-Mail Benutzer

27. August 2001, 10:07
posten

Spam verursacht dagegen europaweit zehn Milliarden Euro Schaden pro Jahr

Wien - Die Briefpost im Büro hat ausgedient. Nach einer jüngsten Studie des US-Softwarehauses SurfControl wickeln bereits 83 Prozent aller österreichischen und deutschen Unternehmen ihre geschäftliche Korrespondenz via E-Mail ab. Mitarbeiter in den Unternehmen verbringen bereits ein Viertel ihrer Arbeitszeit mit der Bearbeitung von E-Mails. Bei rund einem Drittel der E-Mails handelt es sich sogar um rechtsverbindliche Geschäfte, so SurfControl am Montag in einer Presseinformation.

Mit einem E-Mail-Anteil am Postaufkommen von 83 Prozent liegen Österreich und Deutschland im europäischen Mittelfeld. In Schweden beträgt die Quote bereits 90 Prozent und in Großbritannien 88 Prozent, in Frankreich hingegen nur 76 Prozent.

Spam soll sich auf 40 Prozent steigern

Die Vorteile liegen bei der Verwendung von elektronischen Nachrichten liegen auf der Hand: SurfControl nennt vor allem Schnelligkeit und geringere Kosten. Gleichzeitig ergeben sich aus der E-Mail-Nutzung aber auch Nachteile. Die Europäische Kommission schätzt den Schaden, der den Unternehmen durch elektronische Werbesendungen, so genannte Spam-Mails entsteht, auf mittlerweile 10 Mrd. Euro (137,6 Mrd. S) pro Jahr. Der Marktforscher Ferris Research geht von einer jährlichen Steigerung von zehn Prozent aus, so dass in den nächsten Jahren etwa 40 Prozent der eingehenden E-Mail Spam sein wird. Außerdem haben bereits zwei Drittel der Unternehmen Attacken durch Computerviren hinter sich.

Bei den Mitarbeiter erfreut sich die neue Kommunikationsform dennoch ungebrochener Beliebtheit. 53 Prozent überprüfen sechs Mal oder öfter pro Tag ihren elektronischen Posteingang, 23 Prozent tun dies auch am Wochenende, und 42 Prozent wollen sogar im Urlaub nicht auf die E-Mail aus der Firma verzichten. (APA)

  • Artikelbild
    foto: photodisc
Share if you care.