Gesundheits- Staatssekretär Waneck kritisiert fehlende EU-Gesundheitspolitik

27. August 2001, 09:31
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"Europa auf künftige Herausforderungen schlecht vorbereitet"

Alpbach - Gesundheits-Staatssekretär Reinhart Waneck (F) sieht "enormen Handlungsbedarf" der EU in Sachen Gesundheitspolitik. "Europa ist auf die künftigen Herausforderungen schlecht vorbereitet", sagte Waneck mit Blick auf die EU-Erweiterung Sonntag Abend bei einem Pressegespräch in Alpbach. Als "großes Manko" bezeichnete er die Tatsache, dass die Union über wenig Kompetenzen in der Gesundheitspolitik verfüge.

Waneck kritisierte, dass das Thema Gesundheit in den laufenden EU-Beitrittsverhandlungen mit den Kandidatenländern auf 16 Kapitel aufgeteilt sei. Im Zuge der Erweiterung müsse sich die Union auch mit der Zunahme von Tuberkulose und HIV-Infektionen in Osteuropa auseinandersetzen. Jede Investition der EU in diesem Bereich lohne sich um das zehn- bis hundertfache, jede unterlassene werde sich in eben solchem Ausmaß rächen. Waneck begrüßte, dass die Union kürzlich 300 Millionen Euro (4,13 Mrd. S) für Gesundheitsprogramme, unter anderem zur Vernetzung von Gesundheitsdaten in den Kandidatenländern, beschlossen habe. Waneck nimmt derzeit an den Alpbacher Gesundheitsgesprächen teil. (APA)

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    Gesundheits- Staatssekretär Reinhart Waneck sieht "enormen Handlungsbedarf"

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