Venture-Capital auch für Privatanleger

26. August 2001, 20:23
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Bei MPC ist Einstieg ab 10.000 Euro möglich

Wien - Der Finanzdienstleister MPC Capital Austria will nun auch kleineren Anlegern Geschmack auf so genanntes Wagniskapital, auch Venture-Capital genannt, machen. Und verspricht durch die Investition in Beteiligungsgesellschaften und wachstumsstarke Unternehmen hohe Renditen.

Möglich ist ein Einstieg mit einer Summe von mindestens 10.000 Euro (137.600 S). Der Anleger kauft sich damit Genussrechte an der MPC Venture Invest ein und beteiligt sich also indirekt am Eigenkapital der investierten Unternehmen. Im Gegenzug wird dem Anleger "die Chance einer überdurchschnittlichen Vermögensvermehrung" versprochen. Schließlich darf er an der Wertsteigerung des Unternehmens mitnaschen.

Doch gleichzeitig muss der Anleger sich auch vor Augen halten, dass die Investition "generell mit dem Risiko einer wirtschaftlichen Verschlechterung bis hin zum Totalverlust behaftet ist", heißt es im Prospekt.

Durch die breite Streuung des Risikos will MPC die Anleger allerdings von ihren hohen Gewinnchancen überzeugen. "Der Großteil des Kapitals wird in erfahrene Fondsgesellschaften investiert", beschreibt Guido Wohlfeil, Vorstand der MPC Venture Invest die Anlagestrategie. Das bedeute: breites Streuung und vermindertes Risiko. Rund 80 Prozent werden in internationale Fonds investiert, 20 Prozent in ausgewählte Unternehmen.

Insgesamt beträgt das Nominale der MPC-Genussscheine 15 Millionen Euro, die Zeichnungsfrist endet am 31. März nächsten Jahres. Wie kommt der Anleger zu seinen Genussscheinen? Entweder bei seiner Hausbank über die Wertpapiernummer oder bei einem Vermögensberater. Das Investment läuft über mindestens zehn Jahre, sagt Peter Maierhofer, ebenso Vorstand bei der Finanzierungsgesellschaft. Die erste Ausschüttung ist nach drei Jahren geplant. Eine Kündigungsmöglichkeit ist nicht vorgesehen. (Esther Mitterstieler, Der Standard, Printausgabe, 27.08.2001)

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