Finanzaffäre Kössner: Hypo-Chef weist "Format"-Bericht über Ablöse zurück

27. August 2001, 12:27
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"Hypo macht keine dubiosen Wertpapiergeschäfte"

Klagenfurt - Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Hypo Alpe Adria Bank, Jörg Schuster, hat am Sonntag einen Bericht des Nachrichtenmagazins "Format", in welchem von seiner bevorstehenden Ablöse gesprochen wird, schärfstens zurückgewiesen. "Dieser Bericht ist ein Produkt der bekannten Recherchen dieses Magazins", sagte Schuster.

Dementiert wurde vom Hypo-Chef auch die Aussage im "Format", wonach es "dubiose Geldgeschäfte" mit dem in U-Haft sitzenden Chef der Firmengruppe General Partners, Wolfgang Kössner, gegeben hätte. "Die Hypo macht nie dubiose Geld- und Wertpapiergeschäfte", stellte Schuster fest. Vielmehr werde "alles aufgezeichnet, dokumentiert und von der Wertpapier-Aufsichtsbehörde geprüft". Es wäre daher "geradezu skurril", wenn derartige Geschäfte ein Grund für sein angebliches Ausscheiden sein sollten, meinte Schuster. Zudem habe der Hypo-Vorstand nach Bekanntwerden der Affäre Kössner beschlossen, die gesamte Causa durch das Finanzministerium und die Nationalbank prüfen zu lassen, "um allen Vorwürfen den Wind aus den Segeln zu nehmen".

"Mit aller Vehemenz" wies Schuster den im "Format" kolportierten Vorwurf zurück, er hätte enge Kontakte zu Kössner unterhalten. "Ich habe mit Kössner ausschließlich in dienstlichen Angelegenheiten gesprochen, und zwar immer in Anwesenheit anderer Personen", betonte der Hypo-Chef. Darüber hinaus habe es von seiner Seite aus keinerlei Kontakte zu Kössner gegeben. (APA)

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