Cap gegen Diffamierung von Kandidaten durch FPÖ

26. August 2001, 14:52
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Westenthaler sollte nicht von "Moral und Anstand" reden

Der geschäftsführende SPÖ-Klubchef Josef Cap hat am Sonntag in einer Aussendung die Kritik von FPÖ-Klubobmann Peter Westenthaler an der von SPÖ-nahen Organisationen durchgeführten Nominierung von Kandidaten für die Faxwahl zum ORF-Publikumsrat zurückgewiesen. Durch die Aussagen Westenthalers würden "unabhängige, attraktive und für die jeweilige Interessensgruppe repräsentative Kandidatinnen und Kandidaten von Westenthaler diffamiert".

"Tiefe Einblicke in das FPÖ-Innenleben"

Westenthalers Aussagen "geben wieder einmal einen tiefen Einblick in das FPÖ-Innenleben", so Cap. "Denn Westenthaler kann sich offenbar nicht vorstellen, dass Organisationen wie die Kinderfreunde oder der Pensionistenverband Kandidaten nominieren, die nicht willfährig Parteiaufträge erfüllen, wie es bei der FPÖ Usus ist." Westenthaler sei offenbar "mehr als frustriert darüber, dass seine verzweifelte Suche nach attraktiven Kandidaten für den Publikumsrat, die auch noch als FP-Befehlsempfänger agieren, bisher erfolglos war und er sich mit dem begnügen muss, was er hat".

Westenthaler sollte nicht von "Moral und Anstand" reden

Von "Moral und Anstand" sollte der FP-Klubobmann jedenfalls schon gar nicht reden, "angesichts eines ORF-Gesetzes, das den ORF in unverfrorener Art und Weise zu einem blau-schwarzen Regierungsfunk umwandeln soll" (APA)

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