Deutschland: Initiative gegen Rechtspopulist Schill

26. August 2001, 14:51
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Künstler fürchten um "tolerantes Klima" der Hansestadt Hamburg

Hamburg - Einen Monat vor der Hamburger Bürgerschaftswahl haben rund 60 Künstler eine Initiative gegen den Rechtspopulisten Ronald Schill gegründet. "Wir wollen keinen Hamburger Senat mit einem Senator Schill", hieß es in einer Erklärung der Künstlerinitiative am Sonntag. Ein Wechsel hin zu einer rechten Mehrheit in Hamburg gefährde die Weltoffenheit, das tolerante Klima und die Lebendigkeit der Stadt.

An der Initiative beteiligen sich unter anderem Hardy Krüger, Udo Lindenberg und Marius Müller-Westernhagen. In Hamburg regiert derzeit eine Koalition von SPD und Grünen. Gewählt wird am 23. September.

In einer Umfrage von Mitte August liegt Rot-Grün deutlich hinter der Opposition zurück. Demnach erreicht die SPD 35 Prozent, die CDU 30, die Grün-Alternative Liste (GAL) zehn, die bisher nicht im Parlament vertretene FDP sieben und die erst im letzten Jahr gegründete Partei des umstrittenen Amtsrichters Ronald Schill zwölf Prozent. 37 Prozent der Wähler sagten, sie hätten sich noch nicht entschieden. (APA/dpa)

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