Simbabwes Präsident will angeblich alle weißen Farmer vertreiben

27. August 2001, 18:48
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Laut Sunday Telegraph sieht Geheimbefehl von Mugabes Partei eine dementsprechende Kampagne vor

London/Harare - Simbabwes Präsident Robert Mugabe will nach einem britischen Zeitungsbericht vor der Wahl im nächsten Jahr alle weißen Farmer aus dem Land vertreiben. Ein Geheimbefehl von Mugabes Partei ZANU-PF an so genannte Veteranen des Unabhängigkeitskrieges offenbare eine entsprechende Kampagne, berichtet der Sunday Telegraph".

Die Operation müsse sorgfältig geplant werden, um die Farmer "systematisch zu zermürben" und zum Aufgeben zu zwingen, zitiert das Blatt aus dem Geheimdokument mit dem Titel "Operation gebt auf und verschwindet". Der Befehl sei im Juli erteilt worden, kurz vor der jüngsten Plünderungswelle gegen von weißen bewirtschafteten Farmen.

Farmer, die sich der Kampagne widersetzten, würden nach der "Pamire-Methode" behandelt, heißt es laut dem Dokument in Anspielung auf einen Geschäftsmann, der sich mit Mugabe überworfen hatte und bei einem mysteriösen Verkehrsunfall getötet wurde. Mit Mugabes Billigung hatten Kriegsveteranen und Anhänger seiner regierenden Partei im Februar vergangenen Jahres mehr als 1600 Farmen besetzt.

Seither wurden mehr als 30 Menschen getötet, unter ihnen auch mehrere weiße Farmer. Die Landreform von Präsident Mugabe sieht die Enteignung von mehr als 3000 Gütern vor. In dem südostafrikanischen Staat besitzen rund 4500 Weiße 70 Prozent des fruchtbarsten Landes. (APA)

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