I-Mode in Deutschland setzt Europas Handy-Hersteller unter Druck

26. August 2001, 12:10
1 Posting

Läuft auf GPRS-Handys und bietet mehr Internet-Anwendungen als WAP

Mit der Einführung des i-mode-Systems für Handys des deutschen Mobilfunkanbieters e-plus Ende des Jahres wollen auch die japanischen Mobiltelefon-Hersteller einen Fuß in den deutschen Markt bekommen. E-Plus-Chef Uwe Bergheim erwartet einen "Angriff der japanischen Endgerätelieferanten". Sie seien technisch sehr viel weiter, sagte er in Berlin am Rande der Internationalen Funkausstellung (IFA).

"Das wird die heute in Deutschland gängigen Lieferanten aufrütteln." Marktführer bei Handys ist bisher Nokia aus Finnland.

25 Millionen Kunden in Japan

Mit i-mode-Handys hat der Mobilfunkanbieter NTT Docomo in Japan mehr als 25 Millionen Kunden für das mobile Internet begeistern können. Über ein Joint Venture mit der e-plus-Mutter KPN Mobile aus den Niederlanden soll i-mode in Deutschland, Belgien und den Niederlanden eingeführt werden - voraussichtlich unter dem selben Namen. Sie laufen auf Handys mit dem GPRS-Standard und bieten mehr Internet-Anwendungen als die WAP-Dienste bisher. Mit einem Gerätehersteller sei e-plus bereits handelseinig, sagte Bergheim, mit anderen noch in den Verhandlungen.

"Kleiner Millionenbetrag für Umrüstung"

Für die zuvor erforderliche technische Umrüstung auf i-mode müsse e-plus einen niedrigen Millionenbetrag investieren, sagte Bergheim. Derzeit werde geprüft, ob die i-mode-Handys anfangs subventioniert werden sollen. "Ich würde das aber lieber nicht tun."

Nach Menge und Inhalt bezahlen

Der Nutzer zahlt dann für die heruntergeladene Datenmenge und eine Extrasumme für einige Inhalte. Mehr als 70 Prozent der Einnahmen aus den Inhalten gingen an deren Lieferanten, erläuterte Bergheim. "Die Nachfrage der Provider ist enorm, weil sie damit richtig Geld verdienen können." Ende 2005 will e-plus die Hälfte seiner gesamten Erlöse aus Daten-Umsätzen generieren. (APA/dpa)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.