Palästinenser: Beziehungen zu Syrien auf gutem Weg

25. August 2001, 19:49
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Nach diplomatischer Eiszeit Besuch Arafats in Damaskus in Aussicht gestellt

Damaskus - Der palästinensische Minister für Planung und internationale Zusammenarbeit, Nabil Shaath, sieht die Beziehungen zwischen Palästinensern und Syrien auf gutem Weg. Nach einem Treffen mit dem syrischen Außenminister Faruk el Sharaa sagte Shaath, nach Jahren diplomatischer Eiszeit habe eine neue Phase in den Beziehungen begonnen, die dem Aufstand der Palästinenser und dem Kampf der Palästinenser, Syriens und des Libanon gegen Israel nützen werde.

Es sei eine engere politische und wirtschaftliche Kooperation vereinbart worden. Auch werde Palästinenser-Präsident Yasser Arafat in Kürze Syrien besuchen. Ein Termin stehe aber noch nicht fest.

Annäherung

Seit der Vereinbarung der Palästinenser mit Israel von 1993 über eine begrenzte Palästinenser-Selbstverwaltung im Gaza-Streifen und im Westjordanland hatten sich die Beziehungen zwischen Palästinensern und Syrien deutlich abgekühlt. Syrien hatte die auf die Geheimgespräche 1991 in Oslo zurück gehende Vereinbarung abgelehnt. Nach dem Tod Hafez al Assads und dem Nachfolger Basher al Assad als syrischem Präsidenten zeichnete sich eine vorsichtige Wiederannäherung ab. Basher al Assad und Arafat hatten sich bereits im März am Rande des Arabischen Gipfels in Amman getroffen.

Erstmals seit Jahren sollte am Samstag wieder ein palästinensisches Flugzeug in Damaskus landen. Syrien hatte zuvor bereits Entgegenkommen gezeigt, indem es die von der palästinensischen Autonomiebehörde ausgestellten Pässe der Palästinenser akzeptierte und auch Besuchserlaubnisse für israelische Araber nach Syrien erteilte. (APA/Reuters)

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