Hautkrebs: Abwarten und Tee trinken?

26. August 2001, 17:36
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Studie sieht vorbeugende Wirkung von Teekonsum

Arizona - Teetrinken kann - so sieht zumindest das Ergebnis einer US-Studie aus - das Hautkrebs-Risiko herabsetzen. "Unsere Daten zeigen, dass Personen ohne Hautkrebs signifikant mehr heißen Zitrusschalen-Tee konsumiert haben als Fälle mit Hautkrebs", lautet das Conclusio einer Studie der University of Arizona.

450 Versuchspersonen wurden nach ihren Tee-Trinkgewohnheiten befragt, die Hälfte litt an einem schuppenartigen Zellkarzinom (squamous cell carcinoma, SSC). Heiße Zitrustees sollen nach den Ergebnissen dieser Untersuchung das Risiko um 70 Prozent, schwarze Teesorten um etwa 40 Prozent herabsetzen. Eisteesorten seien weit weniger effektiv, zitiert BBC-Online die Forscher Iman Hakim und Robin Harris.

Die Wissenschaftler erhoffen sich, mit ihren Erkenntnissen, Nahrungsmittel-Ergänzungsstoffe für die Hautkrebs-Vorsorge entwickeln zu können. Bereits durchgeführte Untersuchen würden zeigen, dass grüner und schwarzer Tee sowohl Mäuse als auch Menschen vor Sonnenbrand und Hautkrebs schützen können, erklärte die Dermatologin Jane McGregor vom Cancer Research Fund in einer Reaktion auf dieses Ergebnis. "Dieses Arbeitsfeld verdient ernste Aufmerksamkeit in weiteren Untersuchungen." Fortführende Forschungsarbeiten seien aber vonnöten. (pte)

Weitere Informationen

Die Studie wurde in der Fachzeitschrift BMC Dermatology veröffentlicht.
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