Scholz für Zuwanderung von Juden aus Osteuropa

25. August 2001, 17:28
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Restitutionsbeauftragter: Regierung hat bei Entschädigung Bahnbrechendes geleistet

Wien - Kurt Scholz, Restitutionsbeauftragter der Stadt Wien, steht Überlegungen einer verstärkten Zuwanderung aus Osteuropa "verständnisvoll" gegenüber. Diese Idee war vom Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG), Ariel Muzicant, ins Spiel gebracht worden. Scholz sagte gegenüber der "Tiroler Tageszeitung", er wolle die Zuwanderung aber nicht plakativ fordern, weil das dann die Bundesregierung "ebenso plakativ ablehnen würde". Insgesamt streut Scholz der Regierung Rosen: "Diese Regierung hat bei der Entschädigung Bahnbrechendes geleistet. Das konnte wohl auch nur diese Regierung - gerade unter FPÖ-Beteiligung - leisten."

Scholz sagte, die Zuwanderung aus Osteuropa entspreche einer Tradition Wiens und habe der Stadt immer gedient. Die Zuwanderer würden einerseits der IKG helfen. Andererseits wären sie keine Belastung, sondern "genau jene dynamische Befruchtung Wiens, von der die Stadt immer profitiert hat". (APA)

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