Schneeberg-Überschreitung

    25. August 2001, 13:18
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    Eine Überschreitung des Schneebergs, der höchsten Erhebung Niederösterreichs, war bisher mit Problemen verbunden, weil die Verbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht aufeinander abgestimmt waren.

    Das hat sich mittlerweile geändert, es gibt sogar ein "Schneeberg Rundwander Ticket", welches eine Fahrt mit der Zahnradbahn und mit der Doppelsesselbahn Losenheim, die Fahrt mit dem Postbus zwischen Puchberg und Losenheim sowie einen Hüttenkonsumationsschein beinhaltet.

    Man zahlt dafür 350 S, für Familien mit einem Kind kostet es 720 S. Und falls man den Bus verpasst, kann man ein Taxi – bis fünf Personen um 125 S – ordern. Ein Prospekt, erhältlich im Bahnhof Puchberg, liefert alle nötigen Informationen. Damit drängt sich gewissermaßen eine Überschreitung des Schneebergs auf, für die man allerdings halbwegs gutes Wetter braucht. Die Tour ist nicht einmal besonders anstrengend, da einem die Zahnradbahn den größten Teil der Mühen des Anstiegs abnimmt und man unterwegs mehrere Hütten für eine gemütliche Rast vorfindet. Wählt man für den Rückweg den romantischen und durch die Felsen führenden Fadensteig, muss man trittsicher sein, es gibt aber eine ungefährliche Variante über Schauerstein und Almgatterl.

    Die Aussicht vom Klosterwappen, dem höchsten Punkt des Berges, ist einmalig und reicht von den Kleinen Karpaten bis zu den Niederen Tauern, von der Tiefebene bis ins Waldviertel. Zudem wartet der Schneeberg als streng geschütztes Wasser- und Naturschutzgebiet mit einer sehenswerten alpinen Pflanzenwelt auf, in der selbst das Edelweiß nicht fehlt. Der Schneeberg ist hochalpines Gebiet, das muss man bei der Ausrüstung berücksichtigen.

    Die Route: Man fährt am besten mit dem Salamander-Triebwagen (ab Puchberg 8.30 Uhr) zur Station Hochschneeberg, der höchstgelegenen Bahnhaltestelle in Österreich, und wandert dann in etwa zwei Stunden auf der anfangs grünen, dann gelben Markierung über Damböckhaus und Ochsenboden auf den Gipfel und zur Fischerhütte.

    Der Abstieg erfolgt auf dem rot markierten Fadensteig, der im mittleren Abschnitt durch felsiges Terrain führt. Bis zur Sparbacher Hütte und zur Bergstation des Sessellifts braucht man ebenfalls zwei Stunden. Wählt man den leichteren Weg über Schauerstein und Almgatterl – zuerst grün, dann gelb markiert -, braucht man rund 3 Stunden. Bis Losenheim benützt man den Lift, mit dem Bus oder Taxi geht es zurück nach Puchberg.

    Von Bernd Orfer

    Gesamtgehzeit 4. bzw. 5 Stunden,

    Höhendifferenz im Aufstieg rund 300 m, im Abstieg 850 m. Damböckhaus, Fischerhütte, Sparbacher-und Edelweißhütte als Stützpunkt.

    Bundesamtskarte Rax-Schneeberg 1:25.000
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