"Das gibt es nur einmal"

24. August 2001, 19:56
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Lilian-Harvey-Ausstellung in Berlin

Berlin - Der Berliner Schauspieler Uwe Klöckner-Draga hat die Schenkung von Dokumenten über den Ufa-Star Lilian Harvey ("Das gibt's nur einmal") an die Berliner Akademie der Künste wieder rückgängig gemacht. Das wurde am Freitag bei der Eröffnung einer Harvey-Ausstellung in Berlin bekannt. Als Grund wird von Klöckners Anwalt das Verhalten der Akademie in dieser Angelegenheit genannt, teilte der Direktor des Akademie-Archivs, Wolfgang Trautwein, mit.

Die Akademie hatte Mitte Juli überrascht und beunruhigt auf Berichte reagiert, die Zweifel an den Eigentumsrechten des ihr von Klöckner-Draga als Schenkung angebotenen Nachlasses aufkommen ließen. Dessen Anwalt wies allerdings jeden Verdacht zurück, das Material sei nicht rechtmäßig in Klöckners Besitz gelangt. "Das Material gehört ihm bzw. stammt aus der Familie", sagte der Anwalt der dpa.

Die bis zum 16. September am Pariser Platz zu sehende Ausstellung mit dem Titel "Nur ein blonder Traum?" wird jetzt ohne die umstrittenen Objekte gezeigt. Als Ausgleich wurden Harvey-Dokumente aus den Filmmuseen Berlin und Frankfurt am Main herangezogen. Frankfurt besitzt bereits einen großen Teil des Nachlasses des einstigen Ufa-Stars ("Der Kongreß tanzt"). Lilian Harvey (1906-1968) und ihr Partner Willy Fritsch wurden zum Traumpaar des deutschen Films. (APA)

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    derstandard.at
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