Gewinnprognosen kräftig nach unten revidiert

27. August 2001, 15:57
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Heimische Analysten mit pessimistischen Ausblick für die Airline

Wien - Heimische Analysten revidieren nach den unerwartet schlechten AUA-Halbjahreszahlen ihre Gewinnschätzungen für die börsenotierte Fluglinie kräftig nach unten. Die Erste Bank prognostiziert für das laufende Geschäftsjahr sogar einen Verlust von 0,06 Euro je Aktie. Bisher war sie von einem Gewinn von 1,02 Euro ausgegangen.

Auch die CA IB Investmentbank korrigiert ihre Ergebnisprognose deutlich nach unten. Sie erwartet nunmehr 0,11 Euro Gewinn je Aktie nach bisher 2,04 Euro.

Pessimistischer Ausblick

Erste Bank wie CA IB begründen die Revision mit den gedämpften Aussichten und pessimistischen Ausblick für die Branche. "Wenn das Management ein Zunehmen der Buchungen für die nächsten drei Monate ankündigte und sich zuversichtlich zeigte, so erwarten wir vor 2002 keine merkliche wirtschaftliche Erholung", so der Analyst der Erste Bank. Die negativen Ergebnisse zeigten die Turbulenzen der Branche aber auch die geringe Effizienz des Kostenmanagements. Zudem seien die Kosten für die Integration der Tochtergesellschaft Lauda Air unterschätzt worden, heißt es.

Für 2002 senkt die Erste Bank die Gewinnschätzung pro Aktie von 1,73 auf 0,66 Euro, die CA IB von 3,44 auf 1,33 Euro. Die CA IB- Einstufung "Hold" wird unverändert beibehalten, auch die Erste bleibt bei ihrer "Neutral"-Bewertung der AUA-Aktie.(APA)

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