Neuheiten sollen Trendwende bringen

24. August 2001, 16:47
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Alles wird digital - Rekordbeteiligung von 915 Ausstellern

Die Unterhaltungselektronik-Industrie sieht mit großen Erwartungen dem Start der 43. Internationalen Funkausstellung an diesem Samstag in Berlin entgegen. Mit einem multimedialen Neuheiten-Feuerwerk wollen die Hersteller von Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik die derzeit schleppende Nachfrage ankurbeln. Beherrschende Themen auf dem weltgrößten Branchentreffen sind die Digitalisierung und das Zusammenwachsen der Medien.

Fernseher sind flacher und internet-tauglich, in Autos können E-mails empfangen werden, digitale Camcorder sind leistungsfähiger. Vorgestellt wird zudem die neueste Handy-Generation. 915 Aussteller aus 40 Länder bedeuten eine Rekordbeteiligung.

Einen richtigen Nachfrageschub erwartet die Industrie von der DVD. Auf der IFA (25.8.-2.9.) werden erstmals Geräte zum Aufzeichnen vorgestellt. "Die DVD wächst schneller als jedes andere Medium jemals zuvor", hieß es beim niederländischen Elektronikkonzern Philips. "Dabei sind es sowohl die DVD-Spieler selbst, die für einen hohen Umsatz sorgen, als auch die verwandten Bereiche wie Breitbild-TV und das Segment Home-Cinema, die vom DVD-Boom profitieren", sagte Deutschland-Chef Hans-Joachim Kamp kurz bevor Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) am Abend die IFA eröffnete.

Die Branche der Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik erwartet in diesem Jahr in Deutschland einen Umsatz von 40 Mrd. DM (20,5 Mrd. Euro/281 Mrd. S). Um das angepeilte Ziel zu erreichen, muss die Nachfrage in den nächsten Monaten um rund 9 Prozent steigen, bekräftigte der Aufsichtsratsvorsitzende der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu), Rainer Hecker.

Der japanische Elektronikkonzern Sony will mit seinen auf der IFA präsentierten neuen Produkten die Trendwende schaffen, hieß es am Freitag. "In Berlin fällt die letzte analoge Bastion", sagte Sony-Deutschlandchef Leopold Bonengel zur Einführung des frei empfangbaren digitalen Fernsehens.

Die neuntägige IFA ist am Samstag ab 10.00 Uhr für das Publikum geöffnet. ZDF und ARD werden täglich wieder live vom Messegelände unter dem Funkturm berichten. Auf der IFA sind laut Messe Berlin täglich rund 16.000 Menschen beschäftigt. Mit Beginn der Messe wird ein Strombedarf abgerufen, der dem Verbrauch von 2.200 Haushalten mit 5.000 Personen entspreche.(APA/dpa)

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