Griechische Mönche hoben 300 Jahre alten Fluch auf

24. August 2001, 15:35
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"Die Verdammten" mussten über 100.000 Schilling bezahlen

Athen - Mönche aus der autonomen Mönchsrepublik Berg Athos haben am Freitag einen vor rund 300 Jahren verhängten Unsegen - eine mildere Form des Fluches - gegen die Einwohner der Hafenstadt Moudros auf der Nordägäisinsel Limnos aufgehoben.

Wie der griechische Rundfunk weiter berichtete, haben die Einwohner der Insel insgesamt umgerechnet rund 7.300 Euro (100.450 S) als eine Art Wiedergutmachung an die Mönche gezahlt.

Den Unsegen über die damaligen Einwohner samt aller ihrer Nachfahren hatten die Mönche des Berges Athos verhängt, weil sie die Menschen von Moudros verantwortlich für die Tötung mehrerer ihrer Brüder durch die damaligen Behörden des Osmanischen Reiches machten. Seitdem waren die Einwohner der Hafenstadt Moudros in ganz Griechenland unter den Namen "Die Verdammten" bekannt. (APA/dpa)

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