Die Prinzen entrüsten deutsche Hörer

26. August 2001, 12:39
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Im neuen Song werden ihre Landsleute als ausländerfeindlich und kriegsbereit geschildert

Chemnitz - Die Leipziger Popgruppe Die Prinzen ist mit ihrer neuesten Single "Deutschland" in die Kritik geraten. In dem Song werden die Deutschen unter anderem als ausländerfeindlich und kriegsbereit geschildert. Dies war von einigen Kritikern und Hörern kritisiert worden. "Ich verstehe die ganze Aufregung nicht", sagte Frontmann Sebastian Krumbiegel auf einer Pressekonferenz am Freitag in Chemnitz. "Das ist doch nur eine Strophe in einem Drei-Minuten-Song. Und die ist natürlich ironisch gemeint." Die Single soll an diesem Montag in die Plattenläden kommen.

Die Prinzen wollen mit ihren neuen Album, das im Herbst erscheint, die Jubiläumstour zu ihrem zehnjährigen Bestehen einläuten. Krumbiegel sagte, die Gruppe wolle lediglich ihre Sicht von Deutschland zeigen und ein wenig provozieren: "Mit dem eigenen Land kann man doch wohl etwas strenger ins Gericht gehen."

Die Prinzen gelten als eine der erfolgreichsten deutschen Popgruppen. 1991 gegründet, feierten sie mit Songs wie "Küssen verboten" und "Alles nur geklaut" bereits 1993 ihren Durchbruch. Aber auch damals schon gerieten sie wegen ihrer Texte in die Kritik. So mussten sie im Februar 1993 den Song "Bombe" nach Hörerprotesten aus dem Programm nehmen. (APA/dpa)

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