AT&S: Kurzarbeit in Augsburg verlängert

24. August 2001, 13:38
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Betriebsrat verlangt Umleitung aus österreichischen Betriebsstätten

Augsburg/Leoben - Die schlechte Auftragslage zwingt den steirischen Leiterplattenhersteller AT&S in seinem Augsburger Werk zu einer Verlängerung der Kurzarbeit. Das Ruhen der Produktion in den vergangenen drei Monaten habe die Situation nicht verbessert, teilten der Betriebsrat und die Gewerkschaft IG Metall am Freitag in Augsburg mit. Für fast 400 der insgesamt rund 450 Beschäftigten werde die Kurzarbeit "Null" deshalb bis zum 31. Oktober verlängert.

Notfalls Schließung

Der Betriebsrat will prüfen lassen, ob die Austria Technologie & Systemtechnik AG Aufträge aus ihren drei österreichischen Werken nach Augsburg umleiten kann, um dort zumindest eine Produktion auf niedrigem Niveau zu fahren. Betriebsrat und Gewerkschaft forderten das Unternehmen nach Auskunft eines IG-Metallsprechers auf, bis Mitte September Aussagen über das weitere Schicksal des Werkes zu treffen. Wenn es dann keine Perspektive gebe, müsse man notfalls über die Schließung diskutieren, sagte der Gewerkschaftssprecher.

Umsatzrückgang

Die am Neuen Markt in Frankfurt notierte AT&S mit Sitz im österreichischen Leoben ist nach eigenen Angaben der größte und technologisch führende Hersteller von Leiterplatten, die als Herzstück in Mobiltelefone eingebaut werden. Im ersten Quartal seines laufenden Geschäftsjahres 2001/2002 (31. März) musste das Unternehmen gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen Umsatzrückgang von 17,3 Prozent auf 63 Millionen Euro (867 Mill. S) hinnehmen. (APA/dpa)

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