Wachstumseinbruch führt zu sinkenden Jobchancen in der Telekommunikation

24. August 2001, 12:26
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"Die Branche befindet sich gerade in einer Konsolidierungsphase"

Krems - Mit härterer Konkurrenz am Arbeitsmarkt müssen Jobsuchende im Telekommunikationsbereich in nächster Zeit rechnen. Das Wachstum der Branche geht zurück, die Nachfrage nach Personal sinkt und nähert sich dem Angebot. Weiterhin gute Karrierechancen haben allerdings Fachkräfte mit fundierter Ausbildung.

Branche im Abschwung

Noch vor kurzem konnten sich Bewerber im Telekommunikations-Sektor ihren Arbeitgeber aussuchen. Laut Dr. Karl Piswanger, Geschäftsführer der Personalberatungsagentur Dr. Pendl & Dr. Piswanger, meldeten sich im Schnitt 60 Interessenten auf 100 offene Stellen. Mittlerweile befindet sich die Branche im Abschwung. Der Präsident des Deutschen Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM), Dr. Joachim Dreyer, hält es für möglich, dass 80 Prozent der Deutschen Telekommunikationsanbieter in den nächsten zwölf Monaten Konkurs anmelden müssen. An die 20.000 Arbeitsplätze würden dadurch verlorengehen.

Überhitzter Arbeitsmarkt

"Der Arbeitsmarkt in der Telekommunikation war lange Zeit überhitzt. Das ist nun vorbei", meint auch Prof. Dr. Johann Günther, Leiter der Abteilung Telekommunikation, Information und Medien an der Donau-Universität Krems. "Die Branche befindet sich gerade in einer Konsolidierungsphase und nur jene Bewerber werden bestehen, die gute fachliche Qualifikationen vorweisen können." (pte)

www.donau-uni.ac.at/tim

Tel: +43 (2732) 893-2300

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