ÖH schaltet Kontrollkommission ein

24. August 2001, 17:32
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Weinberger: "Werden jedes Budget überprüfen" - "Missstände müssen rasch aufgeklärt werden"

Wien - Die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) hat angesichts der Vorwürfe gegen die frühere ÖH-Exekutive der Universität Graz die Kontrollkommission eingeschaltet, gab ÖH-Vorsitzende Anita Weinberger in einer Aussendung bekannt. Die Kontrollkommission ist das für die Überprüfung der Finanzgebarung zuständige Gremium. Sollten nach der gegenwärtigen Prüfung des Jahresabschlusses der Bundes- und Universitäts-ÖHs durch eine Steuerprüfungskanzlei Unregelmäßigkeiten auftreten, würde ebenfalls die Kontrollkommission eingeschaltet und rechtliche Konsequenzen gezogen.

Weinberger drängte auf die restlose Aufklärung der "Missstände": "Die Kontrollkommission soll die Vorwürfe gegen AG- und RFS-Funktionäre in Graz prüfen. Die Kontrollmechanismen innerhalb der ÖH funktionieren glücklicherweise so gut, dass Unterschlagungen und Missbrauch zwangsweise aufgedeckt werden müssen. Der Bericht muss abgewartet werden, bevor zusätzliche rechtliche Schritte gesetzt werden können. Bei der Staatsanwaltschaft sind durch eine anonyme Anzeige ohnehin bereits Voruntersuchungen anhängig."

Andrea Mautz, die zweite Frau im ÖH-Vorsitzteam, kündigte überdies an, dass sich die beiden ÖH-Vorsitzenden nächste Woche selbst ein Bild der Lage in Graz machen werden: "Wir werden am Montag nach Graz fahren und am Nachmittag mit dem dortigen ÖH-Vorsitz-Team zusammentreffen, um uns die Vorwürfe aus erster Hand schildern zu lassen." Außerdem werde man die ÖH Graz auffordern, einen Bericht für die Kontrollkommission vorzubereiten, um einen raschen Abschluss der Überprüfung herbeizuführen. (APA)

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