Grazer Ex-ÖH-Chef dementiert "persönliche Bereicherung"

24. August 2001, 12:22
6 Postings

Berka: Funktionare haben sich "in keiner Weise persönlich bereichert"

Graz - In der Affäre um die Finanzen der früheren Führungsspitze der Hochschülerschaft an der Universität Graz hat sich deren ehemaliger Vorsitzende zu Wort gemeldet, allerdings nur in schriftlicher Form. Sebastian Berka gab per Fax bekannt, dass sich die früheren Funktionäre "in keiner Weise persönlich bereichert" oder sich ein etwaiges strafrechtlich relevantes Verhalten vorzuwerfen hätten.

Unterzeichnet ist die Erklärung von Berka, dem früheren ÖH-Vorsitzenden, Kurt Fink, seinem ehemaligen ersten Stellvertreter und Hubert Hammerl, dem früheren zweiten Stellvertreter. Kritisiert wird, dass im Rahmen der Berichterstattung keine Gelegenheit bestanden habe, sich zu den Vorwürfen zu äußern, "die Medien werden daher gebeten, darauf zu achten, keine pauschalen Verurteilungen der obersten Ebene der Hochschülerschaft der Universität Graz auszusprechen", heißt es wörtlich. Allerdings: Auf Berkas Handy-Anschluss lief seit Bekanntwerden der Affäre nicht einmal die Mailbox, sondern nur der Hinweis, dass der Teilnehmer nicht erreichbar sei.

Das liberale StudentInnenforum (LSF) forderte als Konsequenz "eine sofortige Prüfung der ÖH-Finanzen durch den Rechnungshof" und kündigte an, einen entsprechenden Antrag in der nächsten Bundesvertretungssitzung der ÖH "zum Durchbruch verhelfen" zu wollen. Außerdem sollte "die ÖH-Zwangsmitgliedschaft schleunigst abgeschafft werden". (APA)

Share if you care.