Österreichische Importe und Exporte im Mai rückläufig

24. August 2001, 10:24
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Handel mit Nicht-EU-Ländern schwach - Handelsbilanzdefizit bis Mai fast 40 Prozent höher

Wien - Österreichs Außenhandel befindet sich nach den ersten fünf Monaten 2001 auf einem gedämpften Wachstumskurs. Zwar liegt das traditionelle Defizit in der Warenverkehrsbilanz weiter deutlich höher als im Vorjahr, der Abstand hat sich im Mai aber ein wenig verringert, meldete die Statistik Austria . Ende Mai betrug das Handelsbilanzpassivum demnach 39,02 Mrd. S (2,84 Mrd. Euro), das waren um 38,9 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Jahres 2000 (28,09 Mrd. S). Ende April hatte der Anstieg im Jahresabstand noch mehr als 50 Prozent betragen.

Impore plus 8,8 Prozent

Nach Angaben der Statistik Austria legten die Importe um 8,8 Prozent von 415,7 auf 452,1 Mrd. S zu, bei den Exporten fiel die Zuwachsrate mit plus 6,6 Prozent von 387,6 auf 413,1 Mrd. S im Vergleich dazu schwächer aus. Bei den Importen hat die Zuwachsrate im Warenverkehr mit Drittländern deutlich jene bei den Einfuhren aus den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) übertroffen. Bei den Ausfuhren verhielt es sich umgekehrt: Hier war der Anstieg der Exporte in die EU-Staaten höher als in Drittstaaten.

Negativer Hanelsbilanzsaldo mit EU verringert

Aus den EU-Ländern wurden in den Monaten Jänner bis Mai Waren im Wert von 291,8 Mrd. S (plus 4,6 Prozent) bezogen und Waren im Wert von 261,8 Mrd. S (plus 7,1 Prozent) dorthin versendet. Der negative Handelsbilanzsaldo mit der EU verringerte sich damit um 13,6 Prozent weiter von 34,6 auf 30,1 Mrd. S.

Die Importe aus den Drittländer, die mit 17,3 Prozent überdurchschnittlich zunahmen, erreichten einen Wert von 160,3 Mrd. S. In Drittländer ausgeführt wurden dabei österreichische Waren im Wert von 151,3 Mrd. S (plus 5,7 Prozent). War im Zeitraum Jänner bis Mai 2000 noch ein Ausfuhrüberschuss von 6,5 Mrd. S im Handel mit Nicht-EU-Ländern erzielt worden, kam es heuer zu einer Saldendrehung und einem Defizit von rund 9 Mrd. S. Im Mai 2001 belief sich der Gesamtwert der Einfuhren auf 88 Mrd. S (minus 3,6 Prozent gegenüber Mai 2000), der Gesamtwert der Ausfuhren betrug 81,3 Mrd. S (minus 7,2 Prozent).(APA)

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