Haftentlassung nach 17 Jahren in Todeszelle

24. August 2001, 08:24
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Schuld des Verurteilten durch DNA-Analyse in Frage gestellt

Boise - Ein US-Gericht in Boise im US-Staat Idaho hat am Donnerstag die Haftentlassung eines Mannes verfügt, der wegen Mordes 17 Jahre lang in der Todeszelle saß. Eine nach neuesten Methoden durchgeführte DNS-Analyse hatte Zweifel an der Schuld des jetzt 52 Jahre alten Charles Fain geweckt.

Das Gericht erklärte, zwar gebe es einige Hinweise darauf, dass Fain in das Verbrechen verwickelt gewesen sei. Sie reichten jedoch nicht aus, um den Prozess neu aufzurollen. Fain war für schuldig befunden worden, 1982 die neunjährige Daralyn Johnson entführt, sexuell mißhandelt und umgebracht zu haben.

Das Gericht ging damals davon aus, dass an der Kinderleiche gefundene Haare von Fain stammten. Eine neue Untersuchung im Juni ergab dann aber, dass die Haare zu einer anderen, bisher nicht identifizierten Person gehören. Fain hatte die ganzen Jahre über seine Unschuld beteuert. (APA/AP)

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