Rapid übersteht Quali zum UEFA-Cup

24. August 2001, 15:30
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Lagonikakis erzielte in einer mäßigen Quali-Darbietung gegen die Amateure von SP Cosmos beide Treffer

Der österreichische Fußball-Rekordmeister Rapid Wien steht wie erwartet in der ersten Runde des UEFA-Cup-Hauptbewerbs, überzeugend freilich war die Darbietung nicht. Die Hütteldorfer besiegten San Marinos Meister SP Cosmos am Mittwoch vor 3.300 Zuschauern im Hanappi-Stadion durch zwei Treffer von Lagonikakis 2:0, vermochten sich aber wie schon beim mageren 1:0-Sieg im Hinspiel vor zwei Wochen in Serravalle gegen das defensive Konzept ihrer Kontrahenten nicht entscheidend durchzusetzen.

Keine schlechte Devise

Über die Flanken zum Erfolg kommen, diese Devise hatte Peter Persidis vor seinem ersten Rapid-Spiel als Chef-Trainer auf internationaler Ebene ausgegeben. Seine Spieler versuchten sich auch daran zu halten und schlugen zahlreiche Flanken in den Gäste-Strafraum. Dort fehlte den Wienern aber eine echter Strafraum-Stürmer Marke Hans Krankl, der im Hanappi-Stadion schon für das bevorstehende Meisterschaftsspiel seiner Admira gegen die Hütteldorfer spionierte. In der schönsten Aktion der Grün-Weißen scheiterte Ivanschitz nach Wallner-Fersler am starken Cosmos-Goalie Ricci, nachdem sich der Burgenländer zuvor gegen zwei Gegenspieler durchgesetzt hatte (18.).

Ricci hielt lange perfekt

Gefährlich wurde Rapid in dieser Phase vor allem durch Eckbälle. In der 13. Minute parierte Ricci einen Wallner-Kopfball nach Ivanschitz-Corner, in der 26. Minute war Ricci abermals nach einem Ivanschitz-Eckball bei einem Kopfball von Ratajczyk zur Stelle. Im dritten Anlauf schließlich fiel der vermeintlich erlösende Führungstreffer, als Lagonikakis wieder nach einer Ivanschitz-Ecke per Kopf zum 1:0 zur Stelle war (29.).

Kein Schützenfest

Doch auch danach löste sich die Verkrampfung im Spiel der Persidis-Truppe nicht. Das Bemühen war den Rapidlern zwar nicht abzusprechen, die altbekannten Probleme wie spielerische Mängel im Mittelfeld und eklatante Harmlosigkeit der Stürmer, die zwar auch in der zweiten Hälfte zahlreiche Chancen vorfanden, diese aber teilweise kläglich vergaben, ließen das erhoffte Schützenfest ein Wunschtraum bleiben. Für einen halbwegs versöhnlichen Match-Ausklang sorgte Lagonikakis, der nach Zuspiel von Wallner in der 89. Minute für den Endstand sorgte.

  • Rapid Wien - SP Cosmos 2:0 (1:0)
    Hanappi-Stadion, 3.300 Zuschauer, Schiedsrichter Anastasios Papaioannou/CYP Hinspiel 1:0 - Rapid mit dem Gesamtscore von 3:0 im UEFA-Cup-Hauptbewerb.

    Torfolge: 1:0 (29.) Lagonikakis 2:0 (89.) Lagonikakis

    Gelb-Rot: Celli (79./Foul) Gelbe Karten: Markus Hiden, Zingler bzw. Protti, Podavini Beste Spieler: Ratajczyk, Prisc, Lagonikakis bzw. Ricci, Podavini, Montagna

    Rapid: Maier - Ratajczyk - Schöttel (46. Zingler), Lagonikakis - Prisc, Markus Hiden, Taument, Ivanschitz (54. Saler), Jazic - Wallner, R. Wagner (77. Maletic)

    Cosmos: Ricci (87. Donati) - Celli, Podavini, Gasperoni, Taberini - Colonna (57. T. Berti), D. Berti (77. Selva), Morri, Marinelli - Protti, Montagna

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