Ausstellung zum Schicksal jüdischer Anwälte in Nazideutschland

23. August 2001, 16:47
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Akzente gegen Vergessen und für Erinnern

Nürnberg - Unter dem Titel "Anwalt ohne Recht" informiert eine Ausstellung in Nürnberg über Schicksale jüdischer Anwälte im nationalsozialistischen Deutschland. Biografien von Betroffenen werden dokumentiert, Hintergründe der NS-Politik aufgezeigt.

Anfang 1933 waren etwa ein Fünftel der Anwälte in Deutschland jüdischer Herkunft. 1938 erhielten sie Berufsverbot. Viele flüchteten daraufhin ins Ausland. Die anderen wurden immer weiter entrechtet und ab 1941 von den Nazis in die Vernichtungslager deportiert.

Bei der Eröffnung am Donnerstag sagte der Präsident des Deutschen Juristentages, Reinhard Böttcher, die Wanderausstellung solle Akzente gegen das Vergessen und für das Erinnern setzen. Die Ausstellung im Oberlandesgericht Nürnberg dauert bis zum 28. September. (APA/dpa)

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