Deutscher Arzneimittel-Experte: Viagra gefährlicher als Lipobay

23. August 2001, 15:51
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Weltweit mehr als 1.000 Todesfälle im Zusammenhang mit Erektionshilfe

Berlin - Die Erektionshilfe Viagra ist nach Ansicht des Vorsitzenden der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, Bruno Müller-Oerlinghausen, wesentlich gefährlicher als der umstrittene Cholesterinsenker Lipobay. Viagra könnte die nächste Arznei sein, die wegen tödlicher Nebenwirkungen vom Markt genommen werden muss, sagte Oerlinghausen der "Berliner Zeitung" (Freitag- Ausgabe).

Weltweit seien bereits mehr als 1.000 Todesfälle im Zusammenhang mit Viagra gemeldet wurden, im Zusammenhang mit der Lipobay-Einnahme seien es 52. Nur weil Viagra im Gegensatz zu Lipobay bisher ohne Alternative sei, sei es noch auf dem Markt. Der Arzneimittelexperte schloss nicht aus, dass Bayer-Konkurrenten die Lipobay-Affäre angeheizt haben könnten. (APA/dpa)

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