General Partners: Hauptversammlung verschoben

23. August 2001, 18:14
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Weitere Nachprüfungen für Jahresabschluss 2000 erforderlich

Wien - Die mit Finanzproblemen kämpfende börsenotierte Wiener Immobiliengesellschaft General Partners Immobilienbesitz AG (GPI), vormals Residenz Realbesitz AG, für die bisher noch immer kein Jahresabschluss 2000 vorliegt, verschiebt ihre für 31. August anberaumte ordentliche Hauptversammlung "auf unbestimmte Zeit". Dies gab das Unternehmen am Donnerstag Nachmittag ad hoc bekannt.

Sanierungsvorstand Heimo Keber sagte, dass es dem Wirtschaftsprüfer derzeit unmöglich sei, bis Ende August einen geprüften Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2000 fertig zu haben. Damit sei auch die gesamte Tagesordnung der geplanten Hauptversammlung, auf der über das abgelaufene Jahr berichtet werden sollte, "obsolet", so Keber. Auf der Aktionärsversammlung wollte das Unternehmen laut HV-Einladung auch gemäß § 83 Aktiengesetz bekanntgeben, dass der Verlust das halbe Grundkapital überstiegen hat.

Unterlagen bei der Wirtschaftspolizei

Viele Unterlagen seien - nach der Verhaftung der Ex-GPI-Vorstände Wolfgang Kössner und Corinna Chwala wegen Betrugsverdachts - von der Wirtschaftspolizei mitgenommen werden. Laut Keber müssten aber unter anderem die Wertansätze der GPI-Liegenschaften nochmals hinterfragt werden.

Kössner - er sitzt derzeit in Untersuchungshaft - hatte am 2. August (einen Tag vor seiner Verhaftung in Klagenfurt) gegenüber der APA von einem vorläufigen Bilanzverlust von 19,5 Mill. Euro (fast 270 Mill. S) gesprochen, höher als die Hälfte des insgesamt 396 Mill. S betragenden Grundkapitals. Auch darüber wollte Kössner am 31. August in der HV informieren. (APA)

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