Forderung nach Importverbot erneuert

23. August 2001, 14:34
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Wien - Nachdem laut Greenpeace in Deutschland zwei Mal hintereinander in Shrimp-Produkten hohe Mengen des verbotenen Antibiotikums Chloramphenicol nachgewiesen wurden, hat die Umweltschutzorganisation ein medizinisches Gutachten in Auftrag gegeben. Dieses weise darauf hin, dass durch Chloramphenicol eine Dosis-unabhängige Gefahr für die Gesundheit bestehe, hieß es am Donnerstag in einer Aussendung. Die Organisation bekräftigte daher die Forderung an Gesundheitsminister Herbert Haupt (F), ein Importverbot für tropische Zuchtgarnelen nach Österreich zu verhängen.

In der Expertise von Univ.-Prof. Dr. Franz Daschner, Leiter des Instituts für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene am Universitätsklinikum Freiburg, heißt es, dass ein Verkaufsverbot von mit Chloramphenicol belasteten Nahrungsmitteln aus medizinischer Sicht dringend angeraten sei. "Zusätzlich ist aus ethischen Gründen auf Grund dem durch die Garnelenzucht ausgelösten Schaden an Umwelt, Gesellschaft und soziale Strukturen ein Importverbot notwendig", so das Gutachten. (APA)

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